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24. August 2021 | FPÖ, Innenpolitik, Medien

Erstes ORF-Sommergespräch mit Herbert Kickl wurde Quoten-Hit

921.000 sahen die durchwegs sachliche Diskussion mit dem neuen FPÖ-Bundesparteiobmann - wer "Populismus" und Polterei erwartet hatte, wurde enttäuscht.

Erstes ORF-Sommergespräch mit Herbert Kickl wurde Quoten-Hit

Foto: FPÖ

Bis zu 921.000 Zuseher verfolgten am gestrigen Montag das ORF-Sommergespräch mit FPÖ-Bundesparteiobmann und Klubobmann Herbert Kickl, noch mehr, nämlich 970.000 sahen die nachfolgende Analyse in der "ZIB2". Mit einem beeindruckenden Marktanteil von 32 Prozent war es das zweitmeistgesehene FPÖ-Sommergespräch aller Zeiten. Zum Vergleich: Vizekanzler Werner Kogler schauten sich 730.000 Seher an, Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger um weitere 100.000 weniger. Aber der FPÖ-Chef wusste das Publikum auch inhaltlich zu überzeugen. Fundiert brachte er die freiheitliche Politik zu aktuellen Themen in gewohnt eloquenter Weise auf den Punkt. Und entgegen so mancher Erwartungshaltung tat er dies ruhig und gelassen.

"Bin Politiker, kein Schauspieler"

Gleich zu Beginn des Gesprächs durchkreuzte Kickl die durchschaubaren Manöver von ORF-Moderatorin Lou Lorenz-Dittlbacher, die offensichtlich, aber vergeblich bemüht war, das übliche Mainstream-Bild eines polternden FPÖ-Politikers zu zeichnen: „Ich bin so, wie ich bin, und ich versuche nicht, irgendeine Rolle zu spielen. Ich bin ja Politiker und nicht Schauspieler.“

Macht als Mittel, nicht als Zweck

Deutliche Kritik übte Kickl am türkisen Umgang mit Macht. Er habe manchmal das Gefühl, dass Österreich gegenwärtig „von sehr jungen Burschen regiert wird, denen Macht das Wichtigste am politischen Geschehen ist“. Er wolle zeigen, dass es auch anders geht: „Macht ist nicht der Zweck, sondern Macht ist das Mittel. Und wofür? Um Menschen zu helfen. Um Menschen zu unterstützen, die sich auf den Politiker verlassen.“

Fragwürdiger Impf-Propaganda-Aufwand

Einen unglaublichen Propaganda-Aufwand stellte der FPÖ-Chef fest, um den Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden, die sich aus freien Stücken und aus unterschiedlichsten Motiven heraus gegen die Corona-Impfung entschieden haben. Dafür gebe es keinerlei Legitimation.

Verlust der Verhältnismäßigkeit auch beim Klima

Politischen Fanatismus ortete Kickl auch beim Klima-Alarmismus. „Wir müssen uns immer überlegen, was der Beitrag sein kann und was die Steuerungsmöglichkeiten sind, die wir haben. Und da glaube ich, erleben wir auch in der Klima-Debatte, ähnlich wie in der Corona-Diskussion, einen Verlust der Verhältnismäßigkeit“, so Kickls pragmatische Feststellung. Immerhin sei mit den geplanten Maßnahmen wie CO2-Steuern der Wohlstand im Land gefährdet, betonte der freiheitliche Parteiobmann.

Als Politiker in erster Linie für die Österreicher zuständig

Wofür sich Kickl als österreichischer Politiker zuständig fühlte, machte er im Rahmen des Migrationsthemas deutlich: „Da geht es darum, im eigenen Land die Armut zu bekämpfen. Da geht es darum, nicht noch mehr Gewalt oder Menschen, die hier nicht zu integrieren sind, ins Land zu holen.“ Noch mehr Afghanen in Österreich aufzunehmen - es sind bereits rund 45.000 hier - lehnte Kickl konsequent ab.


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