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04. August 2020

Norbert Hofer: Wer ist der Maulwurf im Commerzialbank-Skandal?

Eisenstadt (OTS) - Der Skandal rund um die Commerzialbank-Schließung ist um eine bedeutende Facette reicher. Aus heutiger Sicht scheint klar, dass in den Stunden vor der Schließung durch die Finanzmarktaussicht noch besonders eifrig versucht wurde, Geld in Sicherheit zu bringen.

Nach heftigen Angriffen gegen Journalisten der Tageszeitung „Kurier“ (In einem Artikel wurde behauptet, die Landesgesellschaft „Regionalmanagement Burgenland (RMB)“ hätte kurz vor der Banken-Sperre noch 1,2 Millionen Euro abgehoben., Anm.) musste Landeshauptmann Doskozil am Abend relativieren. Offenbar habe das RMB doch versucht, diese Transaktion durchzuführen – allerdings ohne Erfolg. Darüber hinaus seien, so der Landeshauptmann weitere 5 bis 10 Millionen Euro noch in letzter Minute aus der Commerzialbank abgezogen worden. Woher stammt aber diese Information?

Norbert Hofer, freiheitlicher Bundes- und Landesparteiobmann, fordert angesichts der auf dem Tisch liegenden Behauptungen volle Aufklärung: „Landeshauptmann Doskozil selbst sagt, er habe bereits am Nachmittag Gerüchte von der Banken-Schließung vernommen. Etwa um 17.30 soll die Finanzmarktaufsicht vom Landeshauptmann kontaktiert worden sein. Der Landeshauptmann erhielt die offizielle Bestätigung zur Sperre der Bankgeschäfte offenbar in den späten Abendstunden. Etwa um 22:00 Uhr soll die RMB versucht haben, Geld in Sicherheit zu bringen. Woher hatte jedoch das RMB die Information? Wer wusste noch vom bevorstehenden Bankencrash? Kann ausgeschlossen werden, dass Prominente – darunter auch Politiker – mit einer Vorab-Information noch ihr Vermögen retten konnten, während der Rest der Kunden schweren Schaden nahm?“ Hofer hofft, dass die Staatsanwaltschaft rasch Licht ins Dunkel bringen kann. Immerhin hat der Landeshauptmann in diesem Zusammenhang auch Aufsichtsräte der Bank genannt.

Durch den Commerzialbank-Skandal haben Gemeinden, Unternehmen und viele Bürger in Summe hunderte Millionen Euro verloren. „In vielen Fällen sind es tragische Schicksale. Diese Menschen verdienen es nicht, dass sich die Politik in Schlammschlachten, Untergriffen oder Rundumschlägen verliert. Das gilt für alle Parteien. Die Menschen im Burgenland haben ein Recht zu erfahren, was in den letzten Stunden – und möglicherweise sogar Wochen – passiert ist. Als Landeshauptmann ist Hans-Peter Doskozil mit verpflichtet, zur Aufklärung beizutragen. Und auch die Oppositionsparteien haben im Rahmen eines Untersuchungsausschuss die politische Verantwortung lückenlos zu untersuchen. Das Burgenland braucht nun mehr denn je eine respektvolle Politik mit kühlem Kopf und Verständnis für die Sorgen der Opfer des Skandals. Ihnen muss geholfen werden.“


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