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Erschreckend hoher Import-Anteil bei Putenfleisch

FPÖ-Agrarsprecher Schmiedlechner: "Nur 43 Prozent stammen aus Österreich, weil die Tierwohl-Standards bei uns höher sind als im Ausland - und das hat eben seinen Preis."

Putenfleisch gilt als schmackhafte, aber magere Alternative zum Schwein, etwa beim Schnitzel. Doch wo kommt das Fleisch her? „Der Selbstversorgungsgrad bei Putenfleisch ist erschreckend niedrig und lag 2018 bei 43 Prozent. Die Ankündigung eines Handelsriesen, künftig nur noch österreichisches Fleisch anbieten zu wollen, ist zwar lobenswert, jedoch wird dieses Bekenntnis alleine kaum jemanden dazu motivieren, in die Putenmast einzusteigen. Es könnten sich aber sicher mehr Putenhalter finden, wenn der Lohn endlich passen würde. Denn das ist seit Jahren das größte Problem“, stellte der freiheitliche Agrarsprecher Peter Schmiedlechner fest.

Billig-Importe drücken den Preis

„Mit Ländern wie Polen oder Italien können heimische Produzenten preislich nicht mithalten, diese haben viel niedrigere Tierschutz-Standards und können deswegen billiger produzieren. Die hohen heimischen Standards müssen entlohnt werden. So ist etwa die Besatzdichte hierzulande deutlich niedriger. In anderen Ländern sind bis zu 80 Kilogramm pro Quadratmeter erlaubt, bei uns ist es die Hälfte, bei Bio sogar nur 21 Kilo. Dieser enorme Wettbewerbsnachteil lässt sich nicht einfach wegdiskutieren, und so liegt es auf der Hand, dass Österreichs Landwirtschaft nicht mit Billig-Importen mithalten kann. Aber nicht nur die Haltungsform, sondern auch die Tierwohl-Auflagen sind bei uns höher, und der Antibiotika-Einsatz ist niedriger als im Ausland“, erklärte Schmiedlechner.

Hohe Qualität sollte Konsumenten etwas wert sein

„Die tierfreundlichere Haltungsform und die hohe Qualität sollten einen fairen Preis wert sein - zum Wohl der Menschen und der Tiere“, betonte Schmiedlechner, der noch anfügte, dass auch der Pro-Kopf-Konsum beim Putenfleisch noch ausbaufähig sei, denn 2018 lag er laut Statistik Austria nur bei 2,8 kg pro Person.


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