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FPÖ weist seit Jahren auf verheerende Lage im Forstbereich hin

FPÖ-Agrarsprecher Schmiedlechner: "Wir fordern „Österreich-Bonus“ für Schadholz und Stopp für Billigholz-Importe - ÖVP-Ministerin Köstinger muss geplante Hilfen ausweiten."

„Dass Österreichs Waldbauern dringend eine Unterstützung benötigen, haben wir in der Vergangenheit schon des Öfteren aufgezeigt. Spät, aber doch kommt nun auch die ÖVP drauf, dass hier einiges im Argen liegt – nun setzt diese schwarz-grüne Regierung endlich einen ersten Schritt“, sagte heute, Dienstag, FPÖ-Agrarsprecher Peter Schmiedlechner in seinem Debattenbeitrag im Nationalrat.

Unterstützung geht großteils an Sägeindustrie

„350 Millionen Euro als Unterstützung klingt auf den ersten Blick viel, aber nur 60 Millionen Euro kommen direkt bei den durch den Borkenkäfer geschädigten Bauern an. Die restlichen 290 Millionen Euro werden hauptsächlich für Maßnahmen, die der Sägeindustrie dienen, und für Forschungszwecke verwendet. Jetzt, wo weite Teile unserer Wälder zerstört sind, kommt die ÖVP drauf, dass man in die Forschung investieren muss“, kritisierte Schmiedlechner.

Borkenkäfer treibt Waldbesitzer in Ruin

„Schon seit Jahren weisen wir auf die verheerende Situation im Forstbereich hin. Der Borkenkäfer treibt die Waldbesitzer in den Ruin – damit es auch künftig noch einen Wald gibt, braucht es daher ein Hilfspaket, das seinen Namen auch wirklich verdient. Zusätzlich zu der allgemein schwierigen wirtschaftlichen Situation setzt unseren Forstwirten auch die warme und extrem trockene Witterung zu. Die Klimaveränderung begünstigt auch die Borkenkäferplage, und ebenso wird die Zahl der Schädlinge und Baumkrankheiten höher“, erklärte der FPÖ-Agrarsprecher.

Forstbehörden seit Jahren untätig

„Dieses große Problem hat sich schon jahrelang abgezeichnet, gemacht wurde aber von Seiten der Regierung nichts. Die Forstbehörden haben es bis heute verabsäumt, eine Lösung für die wiederkehrende Borkenkäferplage zu finden. Eine Entschädigung ist wichtig, um den entstandenen Schaden zu mindern. Trotzdem muss in diesem Fall auch eine langfristige Lösung gefunden werden. So wäre eine Aktualisierung der Baumarten im Forstgesetz dringend notwendig. Unsere Waldbauern benötigen nämlich eine Wechselmöglichkeit auf neue Baumarten“, betonte Schmiedlechner.

Massenhafte Billigholz-Importe müssen aufhören

„Ebenso ist die Situation im Bereich der Holzimporte für mich unverständlich - unzählige Lkw-Ladungen Holz aus dem Ausland werden nach Österreich gekarrt. Die Sägeindustrie sollte in dieser Situation unseren Forstwirten beistehen und das heimische Schadholz verarbeiten und nicht die Billigimporte intensivieren – vielmehr sollte ein ‚Österreich-Bonus‘ für Schadholz her“, forderte der FPÖ-Agrarsprecher.

Bauern brauchen volle Entschädigung

„Es braucht eine volle Entschädigung für die Wertminderung für die Bauern und eine Einheitswertfortschreibung auch für die Kleinwaldbesitzer - eventuell auch eine Absenkung des Einheitswertes im Forstbereich. Hier muss noch verhandelt werden. ÖVP-Ministerin Elisabeth Köstinger muss die Hilfen ausweiten“, so Schmiedlechner.

Gelder drohen in Bürokratie zu versickern

„Dennoch werden wir der Einrichtung des Fonds für die Abgeltung der Borkenkäferschäden und zur Förderung des klimaverträglichen Waldes zustimmen, denn wir wollen die Waldbauern unterstützen. Es bleibt aber zu hoffen, dass das Geld bei den Bauern ankommt und nicht im Bürokratiegeflecht versickert. Wenn wir schon die Sägeindustrie mit der Errichtung von Nasslagern stützen, dann darf nur die Lagerung von österreichischem Holz gestützt werden. Überdies kann das nur der erste Schritt zur Bekämpfung dieser Umweltkatastrophe sein“, betonte Schmiedlechner.


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