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18. Jänner 2021 | Gesundheit

Impf-Prioritätenliste der Regierung muss überarbeitet werden

Häftlinge sollen vor Lehrern drankommen, ORFler vor allen anderen Journalisten.

Die Corona-Impfung gibt es bereits seit dem 27. Dezember 2020 – aber bis heute gibt es noch keinen verbindlichen Impfplan, an dem ersichtlich ist, wann welche Berufsgruppen geimpft werden können. Rund um den Jahreswechsel berichteten Medien, dass eine Impfung der Häftlinge vor jener der Pädagogen stattfinden soll. „Besonders gefährdete Gruppen, Systemerhalter und Schlüsselpersonal sollen die Impfung zuerst angeboten kommen. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass die Häftlinge hier anscheinend mit dabei sind, währenddessen die Lehrer hier nicht vertreten sein sollen. Dazu kommt, dass es in Gefängnissen ja hoffentlich nicht ein ständiges Kommen und Gehen gibt“, so FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer, der die Regierung auffordert, nun endlich einen Impfplan vorzulegen.

10.000 Dosen nur für den ORF?

Ebenfalls auf Unverständnis bei Hofer stößt der Umstand, dass dem ORF offensichtlich gleich in der ersten Impf-Phase rund 10.000 Impfdosen zur Verfügung gestellt werden. „Wenn schon Medien und deren Mitarbeiter prioritär behandelt werden, dann muss das für alle Medien gelten. Die Menschen informieren sich ja auch bei Servus TV, ATV, Puls4 oder Oe24 über aktuelle Maßnahmen. Aber auch auf die Tageszeitungen darf nicht vergessen werden. Wenn also Vorreihung von Medien, dann das nicht nur auf den ORF beschränken“, fordert Hofer.

Alten- und Pflegeheime sträflich vernnachlässigt

Es sei beim Thema Impfen viel zu viel Zeit vergeudet worden. Nach dem „Show-Auftakt“ wollte die Regierung zwei Wochen warten, ehe die Impfungen in den Altenwohn- und Pflegeheimen starten. „Wie seit einem Jahr in der Corona-Pandemie, war die Regierung auch in diesem Bereich nicht in der Lage, ihre Hausaufgaben zu machen. Der Sommer wurde komplett verschlafen. Vor allem der Schutz der Menschen in den Altenwohn- und Pflegeheimen wurde sträflich vernachlässigt. Es hätte viel Leid verhinderten werden können, wenn die Regierung ihren Job gemacht hätte“, hält FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer abschließend fest.


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