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20. August 2020 | FPÖ, Aussenpolitik, Europäische Union

Stoppt endlich Erdogan!

FPÖ-EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky in seiner NFZ-Kolumne: "Appeasement-Politik der EU gegenüber dem türkischen Präsidenten ist gescheitert!"

Stoppt endlich Erdogan! - FPÖ-EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky in seiner NFZ-Kolumne: "Appeasement-Politik der EU gegenüber dem türkischen Präsidenten ist gescheitert!"

Foto: EU

Die Appeasement-Politik der EU gegenüber dem türkischen Möchtegern-Sultan Erdogan ist gescheitert. Das ist längst offensichtlich – und doch ist Brüssel bestenfalls zu knieweichen Deeskalationsaufrufen imstande. Nach seinen Versuchen, Migrantenströme Richtung EU in Gang zu setzen, der türkischen Invasion in Nordsyrien oder der Machtprojektion in Libyen richten sich die türkischen Provokationen jetzt gegen Erzfeind Griechenland.

Schon seit einem Jahr führt die Türkei Bohrungen in von Zypern beanspruchten Gewässern durch. Nun wurde ein Forschungsschiff begleitet von der türkischen Marine in von Griechenland beanspruchte Gewässer entsandt. Auch hier geht es um vermutete Gasfelder. Der Ton zwischen Athen und Ankara wird schärfer, die Angst vor einer kriegerischen Auseinandersetzung steigt.

Die EU schaffte angesichts der türkischen Kanonenbootpolitik gegen zwei ihrer Mitgliedsstaaten bisher nur einen Aufruf zur „Deeskalation“ und mahnte zur Einstellung der türkischen Erkundungen. Das wird Erdogan wohl kaum beeindrucken. Schließlich weiß er ja aus Erfahrung, dass er sich gegenüber Brüssel so ziemlich alles erlauben kann – und trotz seines aggressiven Kurses immer noch Geld erhält und die Türkei immer noch als EU-Beitrittskandidat geführt wird.

Dabei wäre gegen den Expansionskurs des selbstherrlichen türkischen Präsidenten längst eine härtere Gangart angesagt – Sanktionen und Ende der EU-Beitrittsphantasien inklusive. Bei Weißrussland hat man ja auch nicht lange herumgefackelt.


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