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09. Oktober 2020 | Finanzen, Untersuchungsausschuss

Wie tief steckt ÖVP-U-Ausschussfraktionschef Gerstl im schwarzen Spendensumpf?

Von Stadt Wien geförderter ÖVP-Verein „Modern Society“ zahlte 2017 stolze 20.000 Euro für Infostand mit Gerstl am Wiener Stadtfest der ÖVP.

„Nach Dirigent Wolfgang Sobotka versinkt mit dem ÖVP-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Gerstl nun auch die erste Geige des schwarzen Ibiza-U-Vertuschungskonzerts im Spendensumpf des dubiosen ÖVP-Vereinsnetzwerks. Als ehemaliger Vizepräsident des tiefschwarzen Vereins ‚Modern Society‘, der sich vorwiegend aus Fördermitteln der Stadt Wien finanziert und nach Erkenntnissen der Untersuchungskommission des Wiener Gemeinderates aufgrund unkorrekter Jahresabschlüsse mit Vorwürfen des Steuer- und Fördermittelbetrugs konfrontiert ist, trat Gerstl 2017 bei einem halbtägigen Informationsstand am Wiener Stadtfest der ÖVP auf. Laut Jahresabschluss zahlte die ‚Modern Society‘ in Richtung ÖVP für dieses Gerstl-Standl die für diesen Zweck völlig utopische Summe von 20.000 Euro. Präsident dieses Vereins war zudem bis Juli 2017 Gernot Blümel“, führte der FPÖ-Fraktionsvorsitzende im Ibiza-U-Ausschuss, Christian Hafenecker, aus.

Steuergelder über Vereinskonstrukte zur ÖVP?

„ÖVP-Fraktionsvorsitzender Gerstl hat daher umgehenden Erklärungsbedarf, warum ein ÖVP-naher Verein satte 20 Prozent seiner Bilanzsumme ausgeben muss, damit sein Vizepräsident und amtierender ÖVP-Nationalratsabgeordneter auf einer ÖVP-Veranstaltung einen Informationsstand betreuen darf. Denn diese Causa sieht ganz danach aus, dass hier Fördermittel und damit Steuergelder über einen schwarzen Faden durch Vereinskonstrukte in Richtung ÖVP geschleust wurden. Es ist daher unabdingbar, dass dieser Sachverhalt genau unter die Lupe genommen und aufgeklärt wird, als ehemaliger Vizepräsident, Standlbetreuer und nunmehr ÖVP-Fraktionschef im U-Ausschuss muss Gerstl damit sofort beginnen“, forderte Hafenecker.


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